MPU – Wer muss wann hin?

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Eine Aufforderung zur «Medizinisch-Psychologischen Untersuchung» («MPU») wird immer von der zuständigen Führerscheinstelle (Fahrerlaubnisbehörde, Landratsamt) getätigt. Sie ist rechtlich KEIN Bestandteil der Strafe und unterliegt somit auch nicht dem Strafrecht, sondern dem Verwaltungsrecht.

Sie erfolgt in aller Regel im Anschluß nach einem vorangegangenem Entzug der Fahrerlaubnis im Vorfeld eines Antrags auf Neu-/Wiedererteilung. Anordnungen zur «MPU» VOR dem Ersterwerb oder als Inhaber einer Fahrerlaubnis gibt es auch, sind aber viel seltener.

Warum fordert die Behörde in Ihrem Fall eine «MPU»?

Die Führerscheinstelle tut sich aus irgendeinem Grund (=«aktenkundige Auffälligkeit») schwer mit Ihrem Antrag auf Neu-/Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Sie ist sich nicht sicher, daß Sie ab sofort auffallensfrei am Straßenverkehr teilnehmen können (und somit keine erhöhte Gefahr mehr darstellen – wie zur Zeit Ihrer Auffälligkeit) und macht Ihnen den Vorschlag:

«Bringen Sie mir doch erst mal eine positive «MPU», dann schauen wir mal, was wir mit Ihrem Antrag machen».

Es handelt sich hier also nicht um eine Aufforderung, sondern um einen «Vorschlag» (wobei dies natürlich nur rein theoretisch zu sehen ist, denn wenn der «Vorschlag» nicht angenommen wird, wird es auch mit der Neuerteilung der «Fahr-Karte» nichts).

Das erstellte Gutachten hilft dann dem Behördenmitarbeiter bei seiner Entscheidung.