WDR Menschen Hautnah

Bis im Herbst 2008 Frau Monika Siegfried-Hagenow, die unter anderem für den WDR produziert, bei mir «auf der Matte» stand und mich mit ihrer Produktion «Menschen Hautnah» überzeugte.

Sendeformat: 45 Minuten.

Inhalt: Begleitung mehrerer «MPU»-Betroffener auf ihrem oft dornenreichen Weg zur «MPU». Keine belehrenden Kommentare, kein für und wider «MPU». Einfach mit der Kamera kommentarlos begleiten. Ausgeglichen. Toll!

Ich erklärte mich einverstanden, mich zusammen mit einem «Freiwilligen», der bei mir zur Vorbereitung auf eine «MPU» eine «verkehrspsychologische Therapie» absolvierte, mit der Kamera auch während der Sitzungen begleiten zu lassen. Hintergedanke war der, offen zu legen, daß Verkehrspsychologie keine «Geheimwissenschaft» ist und das da «alles mit rechten Dingen zugeht». Sachfremde sollten einen kleinen Einblick auf meine Arbeit (und allgemein auf die der Verkehrspsychologie) werfen dürfen.

Leider durfte ich mir auch hier den «Freiwilligen» nicht selber aussuchen. Der, der schließendlich gefilmt wurde (und gegen den ich von Anfang an war – da hier die seit Beginn an vorhandenen Verdrängungsmechanismen so stark ausgeprägt waren, daß ein Erfolg in relativ kurzer Zeit nicht möglich erschien), hat wohl im Nachhinein der ganzen Sache eine Riesenbärendienst erwiesen (und sich selber halb tot gelacht).

So kam dann wohl das, was kommen mußte: War diese Person in den «nichtöffentlichen Sitzungen» völlig aufarbeitungswillig, -bereit und -fähig, mauerte er dann vor der Kamera, kam immer wieder mit denselben Allgemeinplätzen, bis es mir zu viel wurde und ich die Zusammenarbeit vor laufender Kamera aufkündigte.

Später hat dann wohl genau diese Person (die nebenbei ganz «vergessen» hat, mich für meine Arbeit zu bezahlen), auf Kosten des WDR eine MPU gemacht, sie richtigerweise bestanden (das war ja wieder nichtöffentlich) und dann per einstweiliger Verfügung die Verwertung des Films untersagt.

Wäre ich unbeteiligt, würde ich sagen: Clever gemacht!

Ein paar Sachen habe ich bei YouTube aber noch finden können. Und da ich eine schriftliche Zusage dieser Person habe, ist mir vor einer Verfolgung nicht bange. Leider war in den vom WDR zur Verfügung gestellten Stream ein «Verfallsdatum» eingebaut, so daß dieser Film von einem Tag auf den anderen nicht mehr funktionierte.

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Wow! Das Teil wurde jetzt mit über 1-jähriger «Verspätung» erneut bei Phönix über den Äther gebracht. Habe ich sofort abgefangen. Hier die Dokumentation in 4 Teilen:

Sollte jemand hierzu noch Fragen haben, kann er sich gerne bei mir melden. Auch zu den anderen dargestellten Fällen bleiben sicherlich Fragen offen.

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