«MPU» und Durchfallquote

Jeder «MPU»-Betroffene wird sich wahrscheinlich fragen: «Wie soll den ein Normalsterblicher den Nachweis bringen, daß er nicht wieder auffällig wird?» Genau hier liegt die Schwierigkeit. Fast alle, die zum ersten Mal an einer MPU teilnehmen, wissen nicht, was auf sie zukommt. Auch aus diesem Grund enden nur ca. 40 bis 50 % aller Eignungsbegutachtungen mit einer positiven Prognose!

Insgesamt ist in den letzten Jahren die Anzahl positiver Begutachtungen gestiegen. Aber immer noch enden über 50 % Negativ!

Wenn man dann weiter berücksichtigt, daß bei den Positiven Gutachten bereits all jene´enthalten sind, die nach negativer Begutachtung schon zum zweiten oder dritten Mal die «MPU» «über sich ergehen lassen mußten» und auch diejenigen, die die Zeichen rechtzeitig erkannt und sich vorbereitet haben.

Wie viel bleibt dann noch für den übrig, der sich «einfach nur mal so» dieser Prüfung unterzieht? Die Behauptung, daß knapp 90 % dieser Gruppe beim ersten Mal bei der MPU durchfallen, dürfte nicht übertrieben sein, auch wenn die tatsächlich herausgegebenen Zahlen dies nicht vermuten lassen.

Natürlich stellt sich hier die Frage, warum die Bestehensquote so niedrig ist. Dies liegt sicherlich zu einem Teil an den Teilnehmern, die, weil Sie nicht wissen, was auf sie zukommt, nicht die «richtige Wahrheit» sagen, Geschichten «wie in der Kneipe» verharmlosend und bagatellisierend erzählen oder nicht die «richtigen psychologischen Worte» finden. Es ist einerseits durchaus nachvollziehbar, wenn jemand denkt:

«Wenn ich jetzt sage, daß ich 50 Pils getrunken habe, denkt mein Gegenüber bestimmt, ich bin ein Alkoholiker. Also gebe ich besser nur 20 Pils zu».

Andererseits ist das aber in aller Regel eine «Verharmlosung» und «Bagatellisierung» des tatsächlich genossenen Alkohols! Und der Gutachter weiß ganz genau, wie viel man an Alkohol zu sich nehmen muß, um eine bestimmte Promillezahl zu erreichen. Denn Blutalkoholkonzentration ist ein objektiver Wert. Den muß man sich einerseits holen und er ist andererseits notfalls bis auf das Gramm genau berechenbar!

Es liegt aber auch daran, daß auf Seiten der Gutachter eben verlangt wird, daß die «Gegenseite» das Ziel des Gesprächs kennt. Er ist nicht so frei in seiner Entscheidung wie es auf dem ersten Blick aussieht. Der Gutachter hat verbindliche «Arbeitsrichtlinien». Die Gutachter haben eben in der Regel schon mehrere Jahre Berufserfahrung und lassen sich eben «kein X für ein U vormachen».

Und daß im Einzelfall wirklich falsch begutachtet wird: In welchem Beruf passieren keine Fehler?

Solcherart (Fehler-)Geschichten sind aber wesentlich «haltbarer» als der «Normalfall». Z.B. hat der Bäcker zwei Jahre lang morgens immer frische Brötchen gebacken. Letzte Woche waren es aber tatsächlich «Aufgebackene», die er als «frisch» verkauft hat. Auch wenn er mehr oder weniger dazu gezwungen worden sein sollte: Worüber werden Sie sich die nächsten Wochen unterhalten?

Kommen wir zurück zur Statistik. So haben beispielsweise «Wiederholungstäter» eine bessere Erfolgsquote haben als «Ersttäter». Dies ist meines Erachtens ein Indiz dafür, daß eine gewisse Art von Vorbereitung eben doch etwas bringt (nachdem man das erste Mal «durchgefallen» ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß jetzt professionelle Hilfe in Anspruch genommen und beim nächsten Mal die Anforderungen erfüllt.

Wäre das nicht auch etwas für Sie? Möchten Sie nicht auch so sicher und so schell wie möglich zurück zu Ihrer Fahrerlaubnis?

Dann prüfen Sie die Angebote der proMPU!

Kommentar hinterlassen