Fiktives Gespräch

2 fiktive Fragen – 2 fiktive Antworten

Viele fragen sich, was denn in so einer MPU-Beratung so abläuft. Typische Antwort: Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Dennoch möchte ich an zwei Beispielen kurz erläutern, wie so eine Sitzung abläuft /ablaufen kann:

Kunde:

«Du kannst mir ja erzählen, was Du willst, aber ich habe ziemlich viel Angst vor dieser Prüfung!»

Berater:

«Das kann ich verstehen, aber ich denke, Angst ist der falsche Ratgeber.
Die MPU ist keine Prüfung, sondern eher, ja, sagen wir eine Veränderungsmessung. Deshalb sollten wir uns zunächst einmal darüber unterhalten, was Du früher getan hast und was Du heute tust.
Und warum Du heute anders handelst als damals.
Und genau das ist bei der MPU wichtig.
Und ich möchte erreichen, daß Du auch darüber sprechen willst und Dir nicht länger Gedanken machst, darüber, was für eine Antwort der Gutachter hören will. Denn daraus erwächst Unsicherheit. Und Unsicherheit führt zu Angst.
Ich möchte Dir dabei helfen, daß Du Sicherheit gewinnst.
OK?
»

Berater:

«So, Du solltest Dir seit der letzten Sitzung mal ein paar Gedanken machen. Wie weit bist Du dabei gekommen?»

Kunde:

«Also, ja, ich fange langsam an zu verstehen, daß alles miteinander zusammenhängt, also von früher die Familie, die Kindheit, die Arbeit, der Mist, den ich gebaut habe, und so weiter.
Und in der Mitte der ganzen Sache stehe ich.
Ich habe immer gedacht, daß passiert alles nur mir und habe mir leid getan, weil, ändern kannst Du ja sowieso nichts und jetzt kriege ich mit, daß ich selber verantwortlich bin für das, was ich getan habe.
Und ich glaube Dir langsam, daß ich selber bestimmen kann, was mit mir passiert.
Und das finde ich gut.
»

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