Offene Worte an die Fahrerlaubnisbehörden

Zunächst einmal möchte ich mich hier an dieser Stelle bei all den Behörden bedanken, mit denen ich die letzten Jahre erfolgreich und im Sinne der gemeinsamen «Kundschaft» erfolgreich und gewinnbringend zusammen gearbeitet habe.

Mein Ziel war und ist es, bisher häufig nur indirekt vorhandene Beziehungen zu den verantwortlichen Führerscheinstellen zu vertiefen. Gerade mit den Stellen, mit denen eine Kooperation bisher nur marginal erfolgte, möchte ich den Kontakt zu suchen mit dem Ziel, aufwendige Verfahren (für alle) zu vereinfachen.

Da wäre als ein Ziel zunächst der vereinfachte Umgang mit der Fahrerakte des Betroffenen. Von der einen Fahrerlaubnisbehörde bekomme ich diese Akte ohne Probleme (es gibt sogar eine, die jedem, der sich per Vollmacht legitimiert, die Akte überreicht), von einer anderen Behörde wiederum bekommt sie nur ein Anwalt. Wieder eine andere Behörde versagt sogar einem Anwalt (wg. Nichtvorlage eines Verwaltungsaktes) die Akteneinsicht. Sonderlösungen sind u.a. Antrag auf Neuerteilung, dann Aktenanforderung und -bewilligung, dann Antrag «erst einmal auf Eis legen». Wieder eine andere Lösung ist, daß die beauftragte Behörde die Akten an die örtliche Behörde schickt zwecks Einsichtnahme. Insgesamt kann diese unterschiedliche Vorgehensweise nur als «suboptimal» bezeichnet werden. Ich wäre an einer wie auch immer gearteten «Gleichmacherlösung» sehr interessiert.

Ein zentrales Thema bei der Etablierung einer stabilen Verhaltensänderung ist das Wissen um die jeweiligen Auffälligkeiten. Dieses Wissen ist – vor allem bei «Punktetätern» – teilweise nur rudimentär vorhanden. Ob durch anfangs durchaus verständliche Verdrängungsmechanismen, durch die Vielzahl der Auffälligkeiten oder durch die Beeinträchtigung durch bspw. hohen Alkoholkonsum während der «Tat», ist hierbei zunächst unerheblich.

Um meine Kunden bei der eigenen «Wahrheitsfindung» unterstützen zu können, arbeite ich immer mit allen Unterlagen, die ich zu diesem Fall auftreiben kann. Sehr lieb ist mir in diesem Zusammenhang natürlich die jeweilige Führerscheinakte des Betroffenen. Komme ich nur per Anwalt oder gar nicht an diese Akten heran, kommt es ab und an zu Verzögerungen, die sich nachteilig auf meine Arbeit und somit auch auf den Betroffenen auswirken. Das muß doch nicht so sein!

Nun zu meinem Anliegen: Ich möchte alle Fahrerlaubnisbehörden bitten zu prüfen, ob es möglich ist (Vollmacht und Schweigepflichtentbindungserklärung des Klienten natürlich vorausgesetzt), mir direkt die Führerscheinakte zur Einsicht übersenden zu können. Entgegen landläufiger Meinung unterliege ich Kraft meines Titels selbstverständlich der Schweigepflicht.

Schweigepflicht sichere ich somit zu sowie sofortige Rücksendung. Eine Übernahme etwaiger anfallender Kopie- und Verwaltungskosten werden selbstverständlich von mir übernommen.

Es würde mich sehr freuen, wenn immer eine unkomplizierte Bearbeitung des Vorgangs möglich wäre. Dies wäre nicht nur für meine Kunden von Vorteil. Es wäre auch ein (weiterer) Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Im Gegenzug bin ich gerne bereit, bei auftretenden aktuellen Fragen zur Anlage 14 FeV, zu den Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahrereignung sowie bei der Kommentierung oder den so wichtig gewordenen Beurteilungskriterien jederzeit kurzfristig telefonisch zur Verfügung zu stehen. Rufen Sie mich einfach an!