proMPU – Evaluation meiner Maßnahmen

Jedes Jahr verlieren in Deutschland ca. 100.000 Autofahrer ihren Führerschein durch Verkehrsauffälligkeiten. Etwa ebenso viele müssen sich einer «Medizinisch-Psychologischen Untersuchung» («MPU») unterziehen. Ca. 50.000 davon erhalten ein negatives Gutachten.

Diese sehen sich einem Dickicht unterschiedlicher, zum Teil dubioser oder sogar illegaler Angebote gegenüber.

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Da nur ca. 3 Prozent der Betroffenen zu einem Verkehrspsychologen zur Beratung gehen, ist dieser Schritt zum einen noch nicht so sehr bekannt, zum anderen werden wir von vielen Leuten noch mit «Abzockern» in einen Topf gesteckt.

Dabei gibt es meiner Meinung nach nur einen einzigen wirksamen Weg, seinen Führerschein wiederzubekommen und auf Dauer auch zu behalten: Eine wirkliche und dauerhafte Verhaltensänderung.
Dies wird auch von den «medizinisch-psychologischen Untersuchungsstellen» so gesehen. Eine wirksame Maßnahme muß deshalb nachweisen können, daß die Betroffenen ihren neuen Führerschein auf Dauer behalten.

Aus diesem Grund schlossen sich vor ein paar Jahren unter dem Dach des «Bundesverbandes Niedergelassener Verkehrspsychologen»» («BNV») ca. 30 verkehrspsychologische Praxen zusammen, um den Versuch zu unternehmen, eine «nichtstandardisierte Maßnahme» (die einzelnen Praxen arbeiten intern mit ganz unterschiedlichen Ansätzen) wissenschaftlich auf Wirksamkeit (=«Evaluation») überprüfen zu lassen.

Das lange Warten hat sich gelohnt!

Mit Hilfe des «Kraftfahrtbundesamts» («KBA») in Flensburg ließen wir überprüfen, ob die wiedererteilte Fahrerlaubnis von Dauer war.
Da dies ein Pilotprojekt war und ähnliches bisher noch nie versucht wurde, waren viele Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen und so verzögerte sich das Ergebnis bis Juni 2004.

Doch die anonymisierten Ergebnisse hat das «KBA» dann vorgelegt. Für einen Beobachtungszeitraum von drei Jahren zeigte sich, daß bei knapp 700 Klienten nur 3,32 % neue Fahrerlaubnisentziehungen erfolgt waren. Damit liegt der «BNV» (und somit auch die «proMPU») an der Spitze vergleichbarer verkehrspsychologischer Maßnahmen.

Es gibt nach Einschätzung des «BNV» bislang keine individuelle Fördermaßnahme, für die eine signifikant bessere Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte. Auch die Nachschulungskurse, die in einer medizinisch-psychologischen Untersuchung empfohlen werden können, haben zurzeit noch bis zu 18% erneute Führerscheinentziehungen zur Folge.

Diese Ergebnisse zeigen deutlich, daß Kunden bei mir nicht teure, schnelle Scheinlösungen bekommen, sondern eine fundierte Hilfestellung, die auch nach Jahren noch hält.